Unsere Linearantriebe geben bei STIWA den Takt an

STIWA setzt bei der Entwicklung seines neuen Hochleistungs-Montagesystems auf eine enge Partnerschaft mit WITTENSTEIN. Die gemeinsam entwickelten Linearantriebe ermöglichen jetzt wesentlich höhere Taktzahlen als konventionelle Lösungen.

Interview mit Ing. Harald Strauss, Bereichsleitung Verkauf und Marketing, STIWA

Gemeinsam die maschinelle Prozessautomatisierung vorantreiben

Pneumatik und Hydraulik waren gestern. Heute gibt es Linearantriebe.

In der Hochleistungs-Montageautomation gibt es einen klaren Trend. Lineare Servotechnik läuft Pneumatik, Hydraulik und Mechanik zusehends den Rang ab. Dafür gibt es gute Gründe: längere Lebensdauer, besseres Regelverhalten sowie höchste Dynamik und Präzision. Auch die STIWA Automation GmbH aus Österreich setzt bei ihren adaptiven Hochleistungssystemen für die Montage von Kleinteilen konsequent auf die Linearmotoren von WITTENSTEIN.

STIWA – wenn es schnell gehen muss und komplex wird.

Die STIWA Group ist im Bereich Produkt- und Hochleistungsautomation tätig. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und liefert Komplettlösungen, die aus Zuführsystemen, Materiallogistik und Palettierstationen, Montage- und Prozessmodulen sowie geeigneten Verkettungssystemen bestehen. Die Montageanlagen wachsen modular mit den Aufgabenstellungen und orientieren sich an der Vorgabe der Rapid Production. Ziel ist Schnelligkeit auf dem Weg von der Produktidee zur Serienfertigung und eine echtzeitfähige Produktion.

Gemeinsam kommt man auf die besten Ideen.

Die Linearantriebstechnik für STIWA basiert auf der Produktfamilie „cyber linear motors“. Die enge Zusammenarbeit von STIWA und WITTENSTEIN hat zu einer Lösung geführt, welche die spezifischen Anforderungen des neuen Hochleistungs-Montagesystems LTM-CI passgenau erfüllt. Die Statoreinheit und der Läufer mit Hochleistungsmagneten bilden eine integrierte und leistungsdichte Motoreinheit, die sich durch größte Dynamik, Präzision, Wiederholgenauigkeit und Flexibilität auszeichnet.

Klein, aber oho.

Die Montagetechnik von sehr kleinen Bauteilen stellt höchste Ansprüche. Um Komponenten in der Größe eines Stecknadelkopfes verbauen zu können, müssen diese auf zwei Hundertstel Millimeter genau positioniert werden. Und bei dem geplanten Anlagentakt von 100 Teilen je Minute muss das auch sehr schnell geschehen. Daher war für die Techniker von STIWA klar: Konventionelle Antriebslösungen scheiden aus – das neue System baut konsequent auf Linearmotorentechnik. Diese bietet ein Optimum an Geschwindigkeit und Performance. Bewegungsgeschwindigkeiten bis zu zwei Meter pro Sekunde in Verbindung mit geregelten und ruckfreien Verfahrprofilen werden erst durch die lineare Servoantriebstechnik von WITTENSTEIN möglich.

Lieber direkt als kompliziert.

Auch beim Antrieb für die Verkettungsmodule hat unsere enge Zusammenarbeit zu einer optimalen Lösung geführt. Um im Werkstückträger-Transportsystem möglichst kurze Zykluszeiten zu erreichen, kommt für die Kette des Förderbandes ein rotativer Direktantrieb der Produktfamilie „cyber power motors“ zum Einsatz. Dieser Motor überzeugt mit seiner hohen Drehmomentdichte. Durch den Einsatz einer torsionssteifen Welle mit angepasster Lagerung und einer integrierten Haltebremse ist er sehr kompakt ausgelegt. Der Antrieb ermöglicht es, die Teile 90 Millimeter von Bestückungsmodul zu Bestückungsmodul mit einer Positionierzeit von 150 Millisekunden durchzutakten.